Glatt Pulversynthese – so funktioniert‘s

Funktionsweise der Glatt Pulversynthese in fünf Schritten

Die Glatt Pulversynthese ist ein Verfahren zur Herstellung, Modifizierung oder Beschichtung von Pulverpartikeln im Nano- und Mikrometerbereich. Der Prozess läuft in einem kontinuierlich betriebenen Reaktionsrohr ab. In den im Reaktorraum pulsierenden Gasstrom werden Lösungen, Suspensionen oder Feststoffe eingesprüht. Je nach Zielstellung werden die Materialien getrocknet, beschichtet oder schlichtweg thermisch behandelt, in Sekundenbruchteilen abgekühlt und im Filter abgeschieden. Der ganze Prozess dauert weniger als eine Sekunde. Prozesszeiten von mehreren Sekunden sind möglich. Der pulsierende Gasstrom hat Vorteile gegenüber einem laminaren Gasstrom. Im pulsierenden Gasstrom entstehen Turbulenzen, die Gradienten bei Temperatur und Verweilzeit minimieren. Die pulsierende Gasströmung trägt die Grenzflächen an den erzeugten Partikeln ab. Dadurch wird deutlich schneller Energie in die Partikel eingetragen.

Sehen Sie hier das Video zur Glatt Pulversynthese auf dem Glatt Youtube-Channel.

Im Detail läuft der Prozess folgendermaßen ab: Eine Lösung, Suspension oder ein Feststoff werden durch eine Düse in den Reaktorraum gesprüht. Im Reaktor treffen diese Materialien auf den temperierten pulsierenden Gasstrom. Im Fall von Lösungen und Suspensionen zerfallen die eingesprühten Tropfen durch die Pulsation und den Temperaturschock in ultrafeine Tropfen.

Anschließend verdampft das Lösungsmittel, bevorzugt Wasser, und das gelöste Material wird getrocknet und optional bei erhöhten Temperaturen kalziniert. Aus Lösungen entstehen homogene feine Partikel. Aus Suspensionen ist die Erzeugung und Kalzinierung von Core-Shell Partikeln in nur einem Prozessschritt möglich. Die beschleunigte Partikelbildung und Phasenumwandlung sorgt für die gewünschten Reaktionszustände und ermöglicht die Bildung einzigartiger Strukturen. Eine anschließende thermische Behandlung verändert die chemischen, kristallographischen und Oberflächeneigenschaften. Ein Quencher schreckt, mittels eines kalten Gases, diese Strukturen in weniger als einer Sekunde ab und „friert“ diese ein. Jetzt wird das Material in verschiedenen Filtern abgeschieden und isoliert.